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Schulhaus Gries

1976 wurde entschieden ein Schulhaus (Bild) mit Turnhalle und Sportanlage für knapp 3’000’000 Franken zu bauen. Das grosse Einweihungsfest war im Jahr 1980. Dieses Schulhaus heisst „oberes Schulhaus“ oder Schulhaus Gries. Das Gebäude war zu dieser Zeit sehr modern, mit den Raumeinteilungen und den mutigen Farben.

Schulgeschichte

Dort, wo heute unser Gemeindehaus steht, befand sich vor 200 Jahren das Pfarrhaus. Die Kinder wurden dort unterrichtet. Weil immer mehr Kinder die Schule besuchten, wurde der Platz knapp. Die Schulbehörde überlegte 1884, wie dieser Platzmangel behoben werden könnte. Sie kamen zum Entschluss, am Pfarrhaus zwei Zimmer anzubauen. An der Gemeindeversammlung waren nicht alle Bürger mit diesem Vorschlag einverstanden. Einige wollten lieber ein ganz neues Schulhaus bauen. Die Mehrheit war jedoch aus Kostengründen für den Anbau.

So sah das alte Schulhaus über hundert Jahre lang aus. Nachdem es 20 Jahre lang leer stand wurde es 1996 abgerissen um dem Gemeindehaus Platz zu machen.

Die Primarschule wurde in ältere und jüngere Schüler und Schülerinnen unterteilt. In jeder Abteilung wurden über 40 Kinder unterrichtet. Die Arbeitsschule hatte zu wenig Raum und um 1960 wurde über einen Kindergarten gesprochen. Überall fehlte es an Zimmern. So erstaunt es uns heute nicht, dass es wieder Zeit wurde, über einen Neubau zu sprechen.

Nach langen Diskussionen entschied sich die Behörde und die Gemeinde ein Schulhaus zu bauen. Im Juli 1962 wurde der Neubau, unser heutiges Werkschulhaus, eingeweiht. Man nannte es damals das „kleine Schulhaus“. Es entstanden im Obergeschoss Räume für die Unterstufe, die Mädchenhandarbeit und im Untergeschoss für eine Abschlussklasse. Einige Jahre lang gab es sogar Platz für das Grundbuchamt und Notariat. Der Neubau kostete knapp 300’000 Franken.
Die Schüler und Schülerinnen der Mittelstufe besuchten weiterhin das alte Schulhaus. Der zunehmende Verkehr führte so nahe am Schulhaus vorbei, dass der Strassenlärm den Unterricht zunehmend störte. Durch einen Strassenausbau verkleinerte sich der Pausenplatz zudem und wurde gefährlicher.

Das Werkschulhaus

Schulhaus Gries

Deshalb entschied 1979 die Behörde, dass ein neues Schulhaus mit Turnhalle, ein neuer Kindergarten und eine Abwartswohnung gebaut werden sollen. Doch an der Gemeindeversammlung fand dieser Vorschlag keine Mehrheit; zu teuer. Alles zusammen hätte nämlich 3’700’000 Franken gekostet. Die Versammlung verlangte ein neues und günstigeres Projekt ohne Kindergarten und Wohnung. 1976 war das Dorf einverstanden mit den neuen Plänen. Es wurde ein Schulhaus mit Turnhalle und Sportanlage für knapp 3’000’000 Franken gebaut. Die Einweihung fand im Jahr 1980 statt. Dieses Schulhaus heisst „oberes Schulhaus“ oder Schulhaus Gries. Das Gebäude galt damals als sehr modern, mit den Raumeinteilungen und den mutigen Farben. Im Gebäude befanden sich 5 Schulzimmer, eine Kochschule und ein Lehrerzimmer. In zwei Schulzimmern auf der Nordseite wurden die Abschlussklassen unterrichtet. Diese Schüler und Schülerinnen besuchten auch die Kochschule, welche durch Hauswirtschaftslehrerinnen betreut wurde.
Ab 1996 wurden alle Kinder nach der 6. Klasse in Dozwil unterrichtet.

Im kleinen Schulhaus wurde ein Werkraum eingerichtet. Das Grundbuchamt fand keinen Platz mehr. Der Kindergarten zog ein. 

Der Kindergarten

Lange Zeit gab es in Uttwil keinen Kindergarten.  1971 gründeten einige mutige Einwohner und Einwohnerinnen einen privaten Kindergarten. Dazu mussten sie einen Kindergartenverein gründen. Er gehörte damals nicht zu der Schule. Deshalb mussten die Eltern das Schulgeld für ihre Kinder selber bezahlen. Die Eltern zahlten für jedes Kind 16 Franken im Monat. Mit diesem Geld wurde die Miete, der Lohn für die Kindergärtnerin, das Arbeitsmaterial und die Einrichtung bezahlt. Viele Spielsachen erhielt der Verein auch geschenkt von der Bevölkerung.  Für die vier Sommerferienwochen und bei längerer Krankheit musste nichts bezahlt werden.

Der Verein führte Basarverkäufe durch, erhielt auch Geld geschenkt und zahlte Mitgliederbeiträge. So konnte genug Geld gesammelt werden, um den Kindergarten 1971 starten zu lassen.

Auf das Schuljahr 1979 erklärte der Kanton Thurgau das erste Kindergartenjahr als obligatorisch. Deshalb übernahm die Schule alle Kosten für den Kindergarten. Der Kindergartenverein wurde aufgelöst. Das Vereinsvermögen wurde der Schule geschenkt, unter der Bedingung, dass dieses Geld für den Kindergarten eingesetzt wird.

1990 legte die Schulbehörde am der Schulgemeindeversammlung Pläne für einen grossen, neuen Kindergarten auf. Die Versammlung stimmte für einen Kindergarten mit darüber liegenden Wohnungen. Diese Anlage wurde 1991 eingeweiht.

1993 entschied die Behörde, den Kindergarten für zwei Jahre anzubieten. Deshalb wurde der grosse, untere Reserveraum zu einem zweiten Kindergarten umgestaltet. Heute sind die unteren Räume mit den oberen durch eine Innentreppe verbunden.

 

Am Werkschulhaus entstand 1996 ein Anbau. Damit gab es Platz für einen Gruppenraum und für vier grosszügige Zimmer. Das Werken mit Holz findet im Untergeschoss statt. Unser Hauswart kann seit 1996 seine vielen Maschinen im Raum unten rechts im Werkschulhaus unterbringen. Im Anbau entstanden genug Räume auch für die Zukunft. Ebenfalls neu gebaut wurde damals der Ausgang nach Süden als Verbindung zum oberen Schulhaus. Der Erweiterungsbau kostete 1,3 Millionen Franken.

Heute stehen die zwei Schulhäuser renoviert da und der umgebaute Kindergarten passt wunderbar ins Areal.

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